Therapie

Notwendigkeit der neuen Therapieform „Körpersexualtherapie“

Überforderung des Partners

In der klassischen Gesprächs-Sexual-Therapie wird die Paarbeziehung mitunter belastet / überfordert / gefordert. Das kann manchmal sinnvoll sein, wenn es um die Beziehungsentwicklung geht. Mitunter ist der nicht-symptomtragende Partner aber unwillig oder seinerseits verletzt/ betroffen oder einfach auch unfähig, dem symptomtragenden Partner ein guter Entwicklungsbegleiter zu sein. Die klassische Gesprächs-Sexual-Therapie mutet dem Partner also häufig eine Art Co-Therapeuten-Rolle zu, die diesen in eine ungünstige Lage bringen kann bzw. auch die Beziehung in Schieflage bringen kann (nicht muss!).

Kein Partner vorhanden oder Beziehung noch zu unsicher

Die Tendenz, eine Sexualtherapie zu machen, gibt es häufig nach einer Trennung, in einer Single-Phase, vor einer neuen Beziehung oder am Beginn einer neuen Beziehung. Dann steht also entweder kein Partner zur Verfügung, oder der Patient will eine neu entstehende Beziehung noch nicht mit dem Thema „Therapie“ belasten.

Nur einer der Partner ist zur Therapie entschlossen

Es gibt die Tendenz, dass nicht das Paar, sondern nur der symptomtragende Partner in Therapie kommt. Dieser wird dann zum Boten für Botschaften des Therapeuten an den Partner. Der Therapeut ist dann in der Lage, eine Art „virtuelle Paartherapie“ mit einem nicht anwesenden 3. Partner durchführen zu sollen.

Nicht ausreichende Methoden

Die klassische Gesprächs-Sexual-Therapie versucht häufig verbal zu kommunizieren, was nonverbal viel leichter zu vermitteln wäre, z.B. differenzierte Berührungsqualitäten. Ebenso versucht sie, planend-verbal etwas zu gestalten (die sexuelle Situation) was „in-vivo“ viel besser und angemessener möglich wäre, z.B. mit der „Freeze“-Technik. (Siehe Sinnesart: AnuKan-Massage-Ausbildung)

Wenig hilfreiche Reaktionen der Patienten auf dieses Dilemma sind häufig:

  • Verschieben, sich weiter quälen
  • der Sex in der Beziehung stirbt, die Beziehung stagniert, jeder wartet, das der/die andere etwas unternimmt
  • Lösung in einer Außenbeziehung suchen
  • Lösungen in Pay-Sex-Bereichen suchen
  • sich in wenig passenden Therapiekontexten abquälen und im ungünstigen Fall „scheitern“ und damit das Problem verstärken
  • pharmakologische Lösungen (Potenzmittel vom Schwarzmarkt, Alkohol oder andere Drogen etc.)

Die Vorteile der Körpersexualtherapie

  • Es wird gezeigt und geübt, statt wiederholt geredet, gehofft und analysiert.
  • Die/der KST-Therapeut/in hat eine klare Rolle, sein Aufgabe ist zu helfen, zu begleiten und sich dann wieder zu verabschieden. Beziehungsgefährdende Konfusionen werden vermieden (keine Affären, keine „missbrauchten“ Affärenpartner), die Beziehung wird vor einer Rollenschieflage entlastet (keine Überforderung des „gesunden“ Partners durch Co-Therapeuten-Rolle)
  • Die/der KST-Therapeut/in bringt sowohl therapeutische als auch „technische“ Kompetenz dann ein, wenn es am meisten zu lernen gibt, „in vivo“ und verfügt über höhere Kompetenzen als „Laien“.
  • Die/der KST-Therapeut/in bekommt relevante Informationen durch eigene Beobachtung, nicht gefiltert durch Erzählungen (Kommunikations- und Gedächtniseffekte der Klienten).
  • Die Rollen sind klarer, die KST-Therapeutin ist im Dienste der Klienten unterwegs und nicht mit eigenen Bedürfnissen (im Unterschied zu Sexarbeiterinnen in Bezug auf Geld und Kundenbindung) oder Affärenpartnern (eigene Bedürfnisse).
  • Nicht zuletzt: in vielen Feldern arbeiten heute Therapieformen – besonders die Verhaltenstherapie – übend in der Situation, Beispiele sind Angsttherapie, soziales Kompetenztraining, Suchttherapie etc. Nur auf dem Gebiet der Sexualität werden die Hilfesuchenden allein gelassen, es wird erwartet, dass sie Probleme allein in den Griff bekommen.

Die Körpersexualtherapie könnte tatsächlich für Viele und Vieles ein Ausweg sein.

Die Säulen der Körpersexualtherapie

Die Ausbildung von Körpersexualtherapeuten bzw. die Entwicklung dieser neuen Therapieform steht auf drei Säulen:

  1. Klassische Sexualtherapie, hier werden Störungen gezielt erkannt, eine Anamnese gemacht, die Indikation festgelegt, Fortschritte dokumentiert.
  2. Sinnliche Berührung nach dem AnuKan-System und andere Formen sexueller Dienstleistungen sowie Körperarbeit im Rahmen der Ethik der KST; ausgebildete Masseurinnen bzw. geschultes Personal wissen um die Wirkung ihres Tuns.
  3. Medizin & Forschung; viele Probleme sexueller Art – seien sie nun ursächlich oder eine Folge anderer Erkrankungen – könnten von anderen Ärzten erkannt werden, wenn diese dafür ausgebildet und sensibilisiert wären. Entspannung und Berührung spielen hier eine große Rolle, zumal Stress als Krankheitsauslöser Nr. 1 gilt.

 

 

Notwendigkeit von Körpersexualtherapie

Sexuelle Probleme können Beziehungen enorm strapazieren oder scheitern lassen. Dies belastet die Partner und evtl. vorhandene Kinder meist enorm und über lange Zeit hinweg.

Herkömmliche Reaktionen auf sexuelle Störungen verstärken die Probleme meist noch. Wenn überhaupt ein Therapeut aufgesucht wird, dauert die Therapie oft lange. Schwierigkeiten kommen hinzu, wenn der Partner überfordert oder nicht vorhanden ist.

Die Vorteile der Körpersexualtherapie

Die Vorteile sind vielfältig und liegen vor allem in der Klarheit der Rollen und Absprachen, in modernen Methoden und der Unmittelbarkeit der Erfahrung.

Die Säulen der Körpersexualtherapie

Die Säulen sind

  1. klassische und alternative Sexualtherapie
  2. Körperarbeit nach dem AnuKan-System oder Formen sexueller Dienstleistung
  3. Medizin und Forschung